Hallo! Mein Name ist Leif und ich schreibe gerade ein Buch. Mein Plan ist es, auf dieser Website immer den aktuellen Stand des Buches hochzuladen und mit euch zu teilen. Ich hoffe euch gefällt, was ihr lest und wenn ihr Tipps und Anmerkungen habt, meldet euch gerne unter wog0063@gmail.com .
PrologDrarg
Drarg blickte über das Meer neben ihm seine zwei Handlanger Ropp und Bopp. Der Baum auf den sie guckten, war riesengroß, Drarg schätzte einen Durchmesser von 70m. Seine riesige Krone erstreckte sich weit über die Ufer hinaus und seine Blätter, ja solche Blätter hatte Drarg noch nie gesehen, riesengroß, bestimmt so groß wie der Fuß eines Riesen, und eine Farbe wie ein reifer Apfel. Überall um den Baum flogen Vögel mit Schnäbeln voller Zähne und giftige Minikolibris, kein normaler Vogel würde sich in die Nähe des Baumes wagen, und wenn doch, dann wars das mit ihm. Drarg erschauderte bei dem Gedanken. Um den Baumstamm wund sich eine Treppe bis in die Krone. Diese wurde allerdings von einem riesigen Drachen am Eingang, einer Gruppe Oger auf der Treppe und einer Dilva am Ausgang bewacht. Dilvas sind große, wunderschöne, frauenähnliche Geschöpfe mit Zauberkräften. Oft besitzen sie einen großen dicken Stab, mit dem sie ihre Gegner betäuben können und ein wunderschönes Kleid, was die Angreifer von ihrem eigentlichen Ziel ablenken soll. Allerdings haben sie eine große Schwäche, sie lieben Musik und lassen sich leicht von ihr ablenken. Drarg lächelte, er hatte etwas erspäht in der Krone des Baumes sah er einen goldenen Schimmer, wie von einem goldenen Blatt. Drarg lachte laut, er hatte sein Ziel erreicht. Jahrelange Suche, jahrelanges Leiden, jetzt wird er seinen Auftragsgeber endlich glücklich machen.
Ropp
Das Lachen drang in sein Ohr wie ein spitzer Pfeil. Er konnte Drarg nicht ausstehen, aber das wusste er nicht, hoffte er zumindest, denn sonst wars das mit ihm. Ropps Plan war es, Drarg mit einem Messer zu erdolchen, sobald er einen Moment unaufmerksam war. Ropp wusste, dass dieser Moment bald kommen wird und dass er nicht zögern dürfe, wenn es soweit war. „Ropp, ich habe dich etwas gefragt.“ sagte Drarg. Ropp, so hieß er eigentlich gar nicht, so wurde er bloß von seinem Meister genannt. Nythraken, wie Drarg einer war, gaben ihren Gehilfen, meistens Valdarine, oft dumpfe, einfache Namen, damit sie sich nicht so viel merken müssen. „Was? Wie? Entschuldigung Chef, ich war in Gedanken.“ „Das ist wieder typisch für eure Spezies, immer unaufmerksam. Manchmal frage ich mich, warum ich euch überhaupt mitgenommen habe. Aber eure Freude am Kampf rettet euch mal wieder.“ sagte Drarg in schroffem Ton. Darg drehte sich wieder um und blickte auf die Insel mit dem Baum des Lebens der 8 Königreiche. Die meisten Bewohner der Königreiche nannten den Baum Velgrath, nur die Trolle, die etwas doof waren nannten ihn liebevoll Knorzwurz. Drarg bückte sich, wahrscheinlich wollte er einen unsichtbaren Pfad entdecken, über den er zur Insel gelangen konnte. Nythraken besaßen diese seltene Fähigkeit, was sie noch mächtiger machte. Ropp sah den Moment gekommen und zog ein Kurzschert aus seiner Tasche. Gerade hatte er es gehoben und wollte zum entscheidenden Hieb aushole, als Drarg sich aufrichtete und umdrehte. Er sah die Gefahr sofort und packte Ropp am Arm. Ropp zog mit der anderen Hand ein weiteres Kurzschwert aus dem Gürtel. Er streifte Drarg leicht am Arm, wodurch dieser ihn losließ. Ropp wollte losrennen, doch Bopp hatte sich auf ihn gestürzt. Bopp war ein widerlicher Valdarin. Er war seinem Meister voll untergeben. Ropp riss sein Kurzschwert hoch und es bohrte sich tief in Bopps Hals. Dieser war auf der Stelle tot. Ropp zog das Schwert aus seiner Brust und rannte, so schnell wie er noch nie gerannt war…
Drarg
Dieser Mistkerl! Hatte es tatsächlich gewagt einen Mordversuch auf ihn durchzuführen. Immerhin hatte er ihm im Davonlaufen noch einen Streifschuss mit einem Pfeil gegeben. Darg hatte sofort gewusst, dass Ropp nichts Gutes wollte. Aber das würde er bereuen. Drargs Mission musste warten. Er wollte Blut sehen. Valdarinblut.
Kapitel 1: Der BriefTorbin
In Skarnholt ging es drunter und drüber, Skaldar, der Chef des Dorfes, hatte eine Versammlung einberufen. Die klügsten und stärksten Valdarine von ganz Aldrion waren zusammengekommen um gemeinsam einen Brief zu verlesen. Einen Brief von Torbins Vater. Torbins Vater, im Dorf bekannt unter dem Namen „Fendrik Bromund“, hatte sich zum Feind eingeschleust, indem er sich als sein Handlanger ausgegeben hatte, um ihn zur Strecke zu bringen. Alle 4 Wochen schickte er einen Brief nach Skarnholt, indem er den letzten Monat schilderte. Doch der letzte Brief war gerade einmal 3 Tage her. Das musste bedeuten, dass etwas passiert sei, ob gut oder schlecht, war nicht zu sagen. Zum Glück hatte Torbin vor einiger Zeit eine stelle entdeckt, von der aus er perfekt den Versammlungsraum abhören konnte. Zusammen mit seinen zwei besten Freundinnen, Astrid und Alva, machte er sich auf den Weg zu einer Stelle in den Wurzeln eines Baumes, durch die Wölbungen und Höhlungen in den Wurzeln, wurde der Schall perfekt geleitet und man konnte alles klar und deutlich hören, was innerhalb des Baumes besprochen wurde. Allerdings funktionierte es auch in die andere Richtung, weshalb man immer sehr leise sein musste, wenn man die Versammlungen abhörte. Einmal hatte Marnik ausversehen genießt, während sie gerade gelauscht hatten. Sie hatten es aber geschafft sich aus der Situation herauszureden, indem sie behaupteten, dass sie rein zufällig auf dem Weg in den Wisperhain hier vorbeigekommen seien. Der Wisperhain war der kleine Wald, der direkt neben dem Dorf lag. Dort begaben sich die Valdarine hin, um Beeren, Pilze, Samen, Wurzeln und Knollen für ihr Abendessen zu sammeln. Allerdings wurde sich von diesem Wald erzählt, dass hin und wieder Abenteurer alleine in den Wald eindrangen und nie zurückkamen. Deshalb trauten sich nur die mutigsten Geschöpfe alleine in den Wald, und selbst diese taten dies nicht ohne Hintergedanken. Torbin konnte die ersten Stimmen aus dem Baum vernehmen. „Herzlich Willkommen, sehr geehrte Ratsmitglieder.“ Das war Skaldar, mit seiner unverkennbaren, rauen Stimme. „Ich habe Sie heute zusammengerufen, da unser verehrter Freund Fendrik uns einen Brief geschrieben hat. Dieser Brief kam allerdings dreieinhalb Wochen früher als geplant, was auf einen wichtigen Vorfall hindeutet, den er uns mitteilen wollte.“ Stille. Ein Räuspern. „Ähem. Das, was er uns mitteilen will, ist das positiv oder negativ?“, diese Stimme konnte Torbin nicht zuordnen, wahrscheinlich einer der Anführer von Ragröck, dem benachbarten Dorf. Diese Schnösel konnte man leicht an ihrer hochnäsigen Stimme erkennen. Sie waren es gewesen, die die finale Befreiungsaktion bei der Belagerung des Königreichs durchgeführt hatten. Damals hatten sie sich als Büsche getarnt hinter die Reihen der Nythraken geschlichen und sie von hinten überfallen, wodurch ein Großteil ihrer Truppen eliminiert wurde und sie zur Flucht gezwungen wurden. „Das wird sich zeigen.“ antwortete Skaldar. „Ihr habt den Brief also noch nicht geöffnet.“ „Nein haben wir noch nicht Eirik“ Ah der Stellvertreter des Königs von Ragröck also. Man konnte ein leises Reißen vernehmen und Skaldar setzte an: „Sehr geehrte Mitglieder der vereinigten Valderinvölker von Aldrion, ich Fendrik Bromund habe mich vor einiger Zeit in die Reihen des Feindes eingeschleust und mich als Handlanger von Drarg Mordrun, dem obersten Gehilfen des Königs der Nythraken, ausgegeben.“ Skaldar legte eine kurze Pause ein, wie als würde er auf eine Reaktion warten. Dann las er weiter: „Mein Plan war es, mich von ihm zum legendären Baum des Lebens führen zu lassen, ihn dann hinterrücks zu ermorden und das goldene Blatt zum Wohle unseres Volkes zu erobern. Jetzt sah ich den passenden Augenblick gekommen, um meinen Plan in die Tat umzusetzen, doch ich scheiterte. Drarg durchschaute meinen Plan. Zwar konnte ich ihm eine Verletzung am Arm zufügen und seinen zweiten Handlanger zur Strecke bringen, doch im Davonlaufen wurde ich von einem Pfeil an der Hüfte gestriffen, was mich sehr schwächte. Ich befinde mich nun im Eidforst und erhole mich von meiner Verletzung. Doch Drarg sucht mich. Ich habe nicht mehr viel Zeit. Grüße Fendrik.“ Skaldar beendete seine Lesung mit einem tiefen Seufzer. „Wir müssen ihm sofort einen Trupp schicken um ihm zu helfen.“ das war Levan Torksson, der junge General von Skarnholt. „Nicht so überhastet reagieren mein Lieber!“ unterbrach ihn Keldor Skaldsson, er war eines der altangesessenen Mitglieder der Versammlung und ebenfalls einer von Skarnholts Generalen. Er konnte Levan nicht leiden, da er viel jünger war und ihm trotzdem schon im Stand des Obergenerals verdrängt hatte. Die beiden stritten sich ständig, was zu einer schlechten militärischen Situation im Dorf führte, wodurch Torbins Vater beschloss den Machtwachstum der Nythraken zu stoppen und loszog. „Ich finde auch nicht, dass wir ihm Verstärkung senden sollten. Der Feind würde dies mitbekommen und dann wären mehr als eine Person verloren.“ wandte Eirik ein. Torbin ballte die Fäuste. Er konnte doch nicht wirklich wollen, dass sein Vater einfach starb. Astrid blickte ihn besorgt von der Seite an. Ihr Blick schien zu fragen: „Alles ok?“ Torbin nickte. Astrid schien ihm nicht zu glauben, doch nun waren wieder stimmen zu vernehmen. „Eirik spricht wahre Worte.“ das war wieder Skaldar. „Wir sollten nicht überstürzt handeln.“ Torbin und Astrid blickten sich an. Normalerweise war der Chef ihres Dorfes immer strikt gegen Vorschläge von Bewohnern Ragröcks. Nach einer zehnminütigen Diskussion sagte Skaldar: „Damit haben wir wohl eine Lösung gefunden. Wir warten ab.“ Es waren wieder Stimmen zu vernehmen. Doch dieses Mal kamen die Stimmen nicht von den Wurzeln, sondern aus dem Dorf und sie wurden immer lauter. Erschreckt guckten sich die Astrid, Alva und Torbin an. Zum Glück kannte Torbin ein gutes Versteck hinter eine weit aus der erde ragenden Wurzel, hinter der sie alle Platz fanden. In ihrem Versteck belauschten sie, was die zwei Männer, die dort kamen zu bereden hatten. „Hoffentlich tötet unser Meister diesen Fendrik. Gut, dass Eirik den Rat davon abhalten konnte ihm Verstärkung zu schicken.“ diese Stimme ordnete Torbin Braknar, dem Anführer von Ragröck zu. „Ja, dieser Idiot, denkt wirklich er kann von uns Hilfe erwarten.“ diese Stimme kannte Torbin nicht. Wahrscheinlich einer der Generäle des Nachbardorfes. Die beiden Männer blieben genau vor dem Versteck der drei stehen und lachten laut. Torbin war froh darüber, da man sonst wahrscheinlich sein Herz hätte schlagen hören. Als die zwei Männer weitergegangen waren, blickten sich die drei Freunde entsetzt an. „Wir müssen etwas unternehmen.“ sagte Torbin. „Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Schurken die Welt in den Abgrund reißen. Wir sollten dem Rat Bescheid sagen, dass Verräter unter ihnen sind.“ „Das geht nicht. Denkst du der Rat glaubt uns eher als ihren eigenen Mitgliedern?“ fragte Alva. „Nein du hast Recht.“ sagte Torbin niedergeschlagen „Aber wir müssen etwas unternehmen!“ „Wie wäre es, wenn wir erstmal deiner Mutter erzählen, dass dein Vater in Schwierigkeiten steckt.“ sagte Astrid. Astrid, als Torbin sie ansah wurde ihm flau im Magen. Sie war das schönste Wesen, dass er je gesehen hatte. Sie hatte wunderschöne, lange, blonde Haare, die sie in einem geflochtenen Zopf trug. Ihr Gesicht war von zwei blonden Stränen gesäumt. Sie besaß eisblaue Augen, die Torbin jedes Mal aufs Neue in ihren Bann zogen. Und einen perfekten Körper, den sie in eine Ledertunika gehüllt hatte. Um ihre Taille trug sie einen Ledergürtel mit einer silbernen Schnalle. An ihren Unterarmen trug sie Armstulpen aus Kaninchenfell und über ihren Schultern hing ein Mantel aus Fuchspelz. „Mutter ist die nächsten 3 Tage bei Oma und Opa. Das geht nicht. Wir müssen selber etwas unternehmen.“ sagte Torbin schnell, bevor sie bemerken konnte, dass er sie die ganze Zeit anstarrte. „Wir müssen meinen Vater retten. Wir müssen ihn suchen gehen. Wer kommt mit mir mit?“ „Auf gar keinen Fall.“ sagte Alva. „Ich komme nicht mit.“ Torbin war enttäuscht. Er sah Astrid an, hoffentlich würde sie wenigstens mitkommen. Alleine losgehen wollte er nicht. „Ich komme mit, aber ich glaube nicht, dass meine Eltern das erlauben werden.“ sagte Astrid. „Wir müssen heimlich losgehen, sonst geht das nicht.“ „Du klingst, als hättest du einen Plan.“ entgegnete Torbin. „Na klar.“ sagte Astrid lächelnd.